Costa Rica - Tropenparadies zwischen 2 Küsten



 
Traumreise   -   Informationen

Costa Rica - Land zwischen Karibik und Pazifik 

Faszination Natur - Flora und Fauna, Vulkane und Seen, Strände und Sümpfe, Mangroven und tropischer Regenwald. Der kleine mittelamerikanische Staat schöpft aus dem Vollen, zieht Besucher in seinen grünen Bann und hat tierisch was zu bieten: alleine 230 Säugetier-, 900 Vogel- sowie 400 Amphibien- und Reptilienarten und das in einem Land nicht viel grösser als die Schweiz! (s. Bildergalerie
Rund 25% der Landfläche Costa Rica's stehen  mittlerweile unter Schutz.. Eine bekannte endemische Tierart ist die Goldkröte, die erst zu Beginn der 1960er Jahre entdeckt wurde und auf einer Höhe ab 2000 Meter lebte. Seit 1989 oder 1990 wurde diese Kröte im Nationalpark Monteverde nicht mehr gesehen, seither gilt diese Art als ausgestorben. Anfang der 1970er Jahre begann die private costaricanische Vereinigung Centro Científico Tropical im Sinne des Erhalts der Nebelwälder in der Tilarán-Kordillere Land anzukaufen. Dadurch wurde die Grundlage zum heutigen Naturschutzgebiet Reserva Biológica Bosque Nuboso Monteverde geschaffen, das von einem relativ guten Wegenetz durchzogen ist, gute Unterkünfte bei Monteverde bietet der Ort Santa Elena.

Auf dem Papier gelesen, erscheint ein solcher Artenreichtum solange unglaublich, bis man vor Ort die Dschungelpfade in den Nationalparks durchschritten hat. Einfach faszinierend! Zu den am häufigsten vorkommenden Tieren zählen Leguane, Affen, Papageien, Kolibris, Pelikane, Fregattvögel, Faultiere, Krokodile und Schildkröten, während sich Jaguare, Pumas, und Quetzals rar machen. Die facettenreiche Fauna und Flora (rund 12.000 Pflanzenarten!) ist in ein vorbildliches Netz an Nationalparks eingefasst. Immer wieder verweisen die Ranger auf die Spielregeln für Besucher: nicht von den Wegen abkommen, kein Füttern von Tieren, kein Sammeln von Pflanzen, Müll mitnehmen, man sollte nichts hinterlassen als seine Fußspuren.


Monteverde gehört zur westlich-südwestlichen Provinz Puntarenas, die mit einem weiteren, einfach zugänglichen Schutzgebiet auftrumpft: dem südlich von Quepos gelegenen Nationalpark Manuel Antonio. Ein idealer Flecken, um sich auf die costaricanischen Dschungelkulissen einzustimmen. Hier findet man immergrüne Feuchtwälder, die bis ans Meer reichen, sowie Strände wie Manuel Antonio und Espadilla Sur. Gut ausgebaute Naturpfade führen zur Catedral-Landzunge, zur Escondido-Bucht, zur Playa Blanca, zur Playa Playita und hinauf zum Aussichtspunkt (Mirador). Im Park wimmelt es von Leguanen und außerdem bekommt man Waschbären, Zwei- und Dreifinger-Faultiere, Brüll- und Kapuzineraffen zu Gesicht. An den Stränden des Nationalparks bieten sich gute Schnorchelmöglichkeiten


Damit haben sich die natürlichen Reichtümer Puntarenas' längst nicht erschöpft. Südlich der Provinzhauptstadt beginnen die attraktiven Strände; dort liegt auch das Carara-Naturschutzgebiet (tropischer Regenwald, Faultiere, Tukane, Krokodile im Tárcoles-Fluss). Als beliebte Badestrände der Gegend gelten Playa Herradura und Playa de Jacó; Jacó ist touristisch gut ausgebaut. Weiter südlich in Richtung erreicht man den Internationaler Park La Amistad. (Freundschaftspark zwischen Costa Rica und Panama). Relativ grenznah liegt das Städtchen Golfito, westlich davon die von Regenwald, Flüssen und Hügeln geprägte Osa-Halbinsel. Deren Südwestteil wird vom Nationalpark Corcovado eingenommen, einem der tierreichsten Park in Costa Rica, in dem sich Sumpfgebiete und Mangrovenwald ausbreiten. Mit rund 5.500 mm Jahresniederschlag handelt es sich um eine der regenreichsten Regionen des Landes. Im Park sind Puma, Jaguar, Tapir und Ameisenbär ebenso beheimatet wie Brüll- und Kapuzineraffen, der wichtigste Ausgangspunkt für Touren ist Puerto Jiménez.


Die knapp 100.000 Einwohner starke Provinzhauptstadt Puntarenas bietet nicht viel und lädt allenfalls zu einem Bummel an der Meerespromenade ein. Die Stadt breitet sich am Ende einer Landzunge aus, die etwa zehn Kilometer weit in den Pazifik hineinreicht. Während des 19. Jahrhunderts war Puntarenas Costa Ricas wichtigster Hafen. Von dort wurden Kaffee und sonstige landwirtschaftliche Produkte exportiert, verlor jedoch mit der Eisenbahnstrecke von San José zur Atlantikseite nach Puerto Limón an Bedeutung. Puntarenas dient als guter Ausgangspunkt für den von Inseln und Inselchen durchsetzten Nicoya-Golf. An der Westseite des Golfes schließt sich die von den Provinzen Puntarenas und Guanacaste geteilte Nicoya-Halbinsel an. Im Südteil erreicht man Badeorte wie Tambor (wunderschöner Strand) und das kleine Ferienzentrum Montezuma mit zahlreichen Unterkünften, umliegenden Stränden und Wasserfällen. Lohnenswerte Ausflüge führen ab dort zum Los-Chorros-Wasserfall sowie ins Cabo-Blanco-Naturschutzgebiet mit seinem tropischen Regenwald, mächtigen Ceiba- und Pochote-Bäumen und einer üppigen Fauna (Pelikane, Fregattvögel,  Brüll- und Kapuzineraffen).


Der zur Guanacaste-Region gehörige Teil der Nicoya-Halbinsel ist von Rinderweiden geprägt und lockt mit zahlreichen Stränden. Allen voran stehen die touristisch gut ausgebauten Tamarindo (mit Playa Grande und Playa Tamarindo), Nosara und Playa Sámara; wenige Kilometer südlich von Sámara liegt die zauberhafte Playa Carrillo. Strandalternativen auf der Halbinsel sind Playa Flamingo, Playa Potrero, Playa Hermosa und Playa Panamá. Östlich der Stadt Nicoya erreicht man den wegen seiner Höhlensysteme bekannten Parque Nacional Barra Honda. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Provinz Guanacaste sind der Palo-Verde-Nationalpark (Vogelwelt), der Nationalpark Rincón de la Vieja (Vulkan, heiße Quellen, Schlammbäder), Guaitil (Zentrum keramischer Kunst der Chorotega-Indianer) sowie die Folklorestadt Santa Cruz. Von der glanzlosen Provinzhauptstadt Liberia geht es weiter nordwärts Richtung Santa-Rosa-Nationalpark, wo tropische Trockenwälder unter Schutz stehen und Riesenschildkröten regelmäßig ihre Eier am Strand ablegen.


Sowohl von der Atlantik- als auch von der Pazifikseite her kommen jährlich Hunderttausende Meeresschildkröten zur Eiablage an die Strände Costa Ricas: Bastard-, Karett-,Leder- und Grüne Meeresschildkröten. Der bekannteste Schildkrötenstrand heißt Tortuguero und liegt auf der Karibikseite im Tortuguero-Nationalpark.  Bereits im 17. Jahrhundert waren die kilometerlangen Strände um das heutige Tortuguero unter Freibeutern und Abenteurern beliebt, denn hier konnten sie ihre Vorräte an Frischfleisch mit Schildkröten aufstocken. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Exportwirtschaft mit Schildkrötenfleisch forciert. Heute stehen weltweit und nicht nur in Costa Rica alle Arten von Meeresschildkröten unter Schutz, der Handel mit Produkten sowie lebenden Tieren ist verboten (CITES).
Leider werden, trotz vorgesehenen Strafen vor allem an der Karibik nach wie vor das Fleisch und die Eier angeboten.
Beliebte Unternehmungen ab Tortuguero sind Fahrten in kleinen Flussbooten durch die umliegenden Kanäle sowie eine Besteigung des Cerro Tortuguero.
Der Tortuguero-Nationalpark gehört zur östlichen Provinz Limón, die die gesamte Karibikflanke einnimmt und nur einige wenige punktuelle Highlights zu bieten hat: Barra del Colorado (Sportfischer-Mekka), den Cahuita-Nationalpark (Korallenriff, tropische Feucht- und Sumpfwälder), Strände wie Cahuita und Puerto Viejo (für Surfer) sowie die Flüsse Pacuare und Reventazón, auf denen Kajak- bzw. Raftingtouren möglich sind. Als Christoph Columbus im Jahre 1502 das Land für Europa entdeckte, war es die Küste des heutigen Limón, die ihn zum Ausruf von der "costa rica", der "reichen Küste", animierte.
 

Im Zentralland konzentrieren sich die Provinzen San José, Alajuela, Heredia und Cartago mit ihren gleichnamigen Hauptstädten. In der rund 350.000 Einwohner großen Landeshauptstadt San José fließt das Leben recht gemächlich dahin. Hier, auf 1.160 Höhenmetern im Zentraltal, schlägt das geografisch-politisch-wirtschaftlich-kulturelle Herz des Landes. Durch die Straßenschneisen hinaus schaut man auf das Grün der Berge. Allerdings: Wichtige historische Bausubstanz fehlt, die Erdbeben von 1822 und 1889 taten das Übrige. Die nicht allzu hohe touristische Zugkraft San Josés beschränkt sich auf bunte Märkte, das 1897 eröffnete Nationaltheater und Museen wie das National- und das Jademuseum. Mittelpunkt für einen Stadtbummel ist die Plaza de la Cultura. Am Unabhängigkeitstag, dem 15. September, ziehen Paraden von Schulkindern durch die Strassen. 


Allzu berauschend sind auch andere wichtige Städte wie Alajuela und Heredia nicht, Cartago bietet zumindest eine große Wallfahrtsbasilika, die Basilika de Los Angeles. Interessanter sind die verstreuten Sehenswürdigkeiten auf dem Lande: in der Provinz Cartago das Wildwassermekka Turrialba, das grüne Orosi-Tal, die archäologische Ausgrabungsstätte Guayabo (bewohnt 1000-1400 n. Chr.; Besonderheit: bis zu 30 m messende Steinhügel, auf denen einst Behausungen standen); in der Provinz Heredia der Erholungspark Ojo de Agua, der Braulio-Carrillo-Nationalpark (Regenwald) und verschiedene private biologische Stationen und Schutzgebiete; in der Provinz Alajuela der Kunsthandwerkerort Sarchi (bemalte Ochsenkarren in Klein- und Großformat) und die Thermalbäder von Tabacón. Besondere Besuchsziele sind die Vulkane: der Nationalpark Irazú mit dem 3.432 Meter hohen Vulkan Irazú und spektakulärem Blick in den Hauptkrater, bei günstigen Wetterverhältnisse sind beide Küsten gleichzeitig zu sehen, der Nationalpark Poás mit seinem 2.704 Meter hoch aufragenden Vulkan Poás (der grösste aller aktiven Krater) und natürlich der zum Arenal-Nationalpark gehörige Vulkan Arenal. Der Arenal gehört zu den aktivsten Feuerbergen dieser Erde, seine lavaüberzogenen Flanken sieht man von der Seite des Arenal-Sees am besten ein. Seit seinem explosiven Erwachen am 29. Juli 1968 gehört dieser Vulkan zu den Aktivsten dieser Erde. Fauchend stösst er Gas-und Aschewolken aus, aus seinem Innern und an den Flanken spuckt er glühene Lavabrocken aus, welche bisweilen weit hinunter kollern. Dies ist der Grund, warum seit 25 Jahren der Feuerberg genaustens und rund um die Uhr überwacht wird. Seine plötzlich auftretenden pyroklastischen Ströme machen in gefährlich und unberechenbar. Diese Ströme, aus glühend heisser Asche und Gas rasen mit unglaublicher Geschwindigkeit den Berg hinunter und vernichten alles Leben auf ihrem Weg.

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